ERATH Organisation GmbH

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Weil wir uns gerade mit der Gesundheit am Büroarbeitsplatz (der ja heute immer auch ein Bildschirmarbeitsplatz ist) befassen, will ich noch einen weiteren Aspekt beleuchten – genau, es geht um die richtige Beleuchtung.

An einem Bildschirmarbeitsplatz werden bis zu 90% aller angebotenen Informationen mit den Augen aufgenommen. Störungsfreies Arbeiten ist daher nur möglich, wenn die Umwelt – und damit auch die Beleuchtung – den physiologisch-optischen Gesetzmäßigkeiten des Sehens angepasst ist. Das Licht beeinflusst aber nicht nur den Sehvorgang, sondern wirkt auch auf die Stoffwechselvorgänge, die Aktivierung, das Wohlbefinden und die Leistungsbereitschaft des Menschen.

Am Bildschirmarbeitsplatz ist es deshalb sehr wichtig, dass die Beleuchtung – auch für die verschiedenen Aufgaben – ausreicht. Dazu ist es erforderlich, dass die Beleuchtung an die Arbeitsaufgabe und an das Sehvermögen angepasst werden kann. So brauchen z.B. ältere Arbeitnehmer mehr Licht als junge. Der Arbeitgeber muss ohnehin eine Augenuntersuchung anbieten. Für den Mitarbeiter ist es dann aber auch wichtig, dass er sich an die Erkenntnisse hält. So soll die Beleuchtung mindestens 500 Lux erreichen. Dabei sind Spiegelungen, Reflexionen und Blendungen zu vermeiden. Das kann z.B. durch einen Blendschutz am Fenster wie Vertikalstores erreicht werden. Auch Stellwände können in größeren Büros mit vielen Fensterflächen zum blendfreien Arbeiten am Bild-schirm beitragen. Sinnvoll ist es, neben einer allgemeinen Grundbeleuchtung eine spezielle Arbeitsplatzleuchte, die flexibel positioniert werden kann, einzusetzen. Diese Mehrkomponenten-beleuchtung (auch Hybridbeleuchtung genannt) bietet die beste Möglichkeit, individuell die Helligkeit am Arbeitsplatz einzustellen.

hybridbeleuchtung

Wichtig ist dabei allerdings, dass beide Komponenten auch gleichzeitig genutzt werden. Es ist dringend davor zu warnen (wie man es leider viel zu häufig beobachtet), die Grundbeleuchtung auszuschalten und nur mit der Arbeitsplatzleuchte zu arbeiten. Die dabei entstehenden Helligkeitsunterschiede sind viel zu groß und führen zu einer unnötigen Belastung der Augen. Eine Indirektbeleuchtung oder eine Kombination von Direkt- und Indirektbeleuchtung sind einer Direktbeleuchtung vorzuziehen. Für die Innen­beleuchtung sind warmweiße und neutralweiße Lichtfarben empfehlenswert.

Und noch ein Hinweis für die Planung: Damit die Abnutzung der Beleuchtungskörper nicht zu nicht ausreichender Helligkeit führt, ist der 1,25 fache Wert der zu erreichenden Lux-Stärke einzuplanen. Wichtige Informationen hierzu: DIN 5035 (Innenraumbeleuchtung mit künstlichem Licht), 90/270 EWG (Grundsatzrichtlinie zum Gesundheitsschutz am Bildschirmarbeitsplatz), UVV – VBG 104 (Arbeit an Bildschirmgeräten), ZH 1/618 (Sicherheitsregeln für Bildschirmarbeitsplätze im Bürobereich).