ERATH Organisation GmbH

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Viele Menschen können hier wirklich von einem „Kampf“ sprechen. Die „Aufschieberitis“
– also das Aufschieben von fest eingeplanten Tätigkeiten – ist wohl doch die „Mutter aller Zeitfallen“.

Geht es Ihnen auch so? Sie haben eine Tätigkeit für den heutigen Arbeitstag geplant und dann ... Vielleicht fehlen Ihnen noch Informationen, vielleicht fehlt Ihnen die Geduld für diese Aufgabe, vielleicht einfach auch nur die Lust. Das mag ja alles menschlich sein, aber die „Aufschieberitis“ ist eine äußerst perfide Falle. Wir müssen sie bekämpfen. Wie schaffen wir das? Erst einmal dadurch, dass wir unsere Aufgaben sorgfältig und mit Prioritäten planen. Dann müssen wir diese Aufgaben systematisch abarbeiten, konsequent! Das kostet manchmal etwas Selbstdisziplin, führt aber auch zu schönen Erfolgserlebnissen. Eine Aufgabe, die man abstreichen kann, weil sie erledigt ist, stellt immer auch ein kleines Erfolgserlebnis dar. Verzichten Sie nicht auf diese kleinen angenehmen Dinge des Arbeitstages! Es gibt einen ganz klaren, nachweisbaren Zusammenhang zwischen dem Aufschieben von Aufgaben und der eigenen Effizienz (und damit letztendlich auch der Effektivität!). Je seltener Sie geplante Aufgaben aufschieben, desto erfolgreicher (und effizienter!) werden Sie in Ihrer Arbeit. Es lohnt sich also, die „Aufschiebereits“ zu vermeiden. Arbeiten Sie mit aller Kraft daran. Wenn es Ihnen gar zu schwer fällt, dann belohnen Sie sich doch dafür, dass Sie an einem Arbeitstag gar nichts aufgeschoben haben, vielleicht mit einem Cappuccino in Ihrer Lieblingsbar auf dem Nachhauseweg.

Sind Sie ein „Aufschieberits-Typ“? Beantworten Sie sich doch mal die folgenden Fragen:

  • Erledige ich vieles auf den letzten Drücker?
  • Muss ich immer an Unerledigtes denken?
  • Bin ich ein unverbesserlicher Perfektionist?
  • Will ich in kurzer Zeit zu viel erreichen?
  • Arbeite ich am liebsten spontan?
  • Hat das Aufschieben mir schon einmal Nachteile gebracht?
  • Unterbreche ich immer wieder meine Aufgaben?
  • Stapeln sich an meinem Arbeitsplatz immer mehr Aufgaben?

Wenn Sie mindestens vier Fragen mit „Ja“ beantworten, sind Sie ganz sicher ein Aufschieber-Typ. Aber schon jedes einzelne „Ja“ ist ein großer Schritt auf diesem Weg – und es lohnt sich, für Abhilfe zu sorgen. Die Erkenntnis selbst ist ja nicht schlimm. Sie hilft vielmehr, dagegen anzugehen und an sich zu arbeiten.

Nun denn, frisch ans Werk! Der Kampf gegen die „Aufschiebereits“ beginnt!

Der erste Schritt:
Verschaffen Sie sich einen Überblick! Notieren Sie alle aufgelaufenen, unerledigten und geplanten Aufgaben. Dadurch kommen Sie von der „Maulwurfsperspektive“ zur „Vogelperspektive“ (und wer wäre nicht lieber ein Adler hoch in den Lüften als ein blinder Maulwurf unter der Erde).

Der zweite Schritt:
Das Wunder der kleinen Schritte. Gehen Sie nun an die Liste aus Schritt 1. Vergeben Sie die Prioritäten, ordnen Sie neu „step by step“ und teilen Sie große Aufgaben in Einzelschritte auf. Und gewöhnen Sie sich an eines von Anfang an: Erledigen Sie nicht mehrere Aufgaben gleichzeitig, sondern eine nach der anderen!

Der dritte Schritt:
Willkommen im Club! Machen Sie sich klar, dass Sie nicht allein mit diesem Problem sind. Fast ein Drittel der Menschen in diesem Land haben Erfahrungen mit dem Aufschieben gemacht – und mit den negativen Folgen. Sie sind also nicht allein – und das ist doch schon mal ganz tröstlich.

Der vierte Schritt:
Machen Sie sich klar: das Aufschieben hat einen hohen Preis! Das, was Sie heute nicht erledigt haben, hatte ja irgendeinen Sinn. Aus verschiedenen Gründen haben Sie aufgeschoben. Nun ist der nächste (oder übernächste) Tag für diese Aktivität geplant. Bei vielbeschäftigten Menschen kommt es nun dazu, dass die aufgeschobene Aufgabe irgendwo dazwischengequetscht wird. Der Tag wird voller. Unkonzentriertheit macht sich breit. Die notwendige Qualität wird nicht erreicht, Stress entsteht, immer mehr sitzt uns im Nacken – gute Voraussetzungen für das „Burn-Out-Syndrom“.