ERATH Organisation GmbH

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„Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind günstig!“

Sie kennen vielleicht diesen berühmten Satz des römischen Schriftstellers Seneca. Dieser Spruch leuchtet uns ein. Und so werden wir auch im beruflichen Leben keinen großen Erfolg haben, wenn wir unsere Ziele nicht kennen. „Wer keine Ziele hat, verwirklicht die Ziele anderer!“ Das müssen wir uns vor Augen halten. Doch Ziele nützen nichts, wenn sie irgendwo und irgendwie im Kopf herumschwirren. Ziele müssen wir – unbedingt schriftlich – formulieren. Wie wir das machen und was wir dabei beachten müssen, erfahren Sie in einem weiteren Tipp.

In diesem Tipp wollen wir aber einen ganz wichtigen Aspekt schon mal betrachten. Es ist eine unstrittige Erkenntnis, dass Ziele besser erreicht werden können, wenn wir sie positiv formulieren.

Dazu eine kleine Geschichte, sie könnte durchaus im Mittelalter oder auch in heutiger Zeit spielen – denn an diesen grundsätzlichen Dingen hat sich nichts geändert.

Ein Reisender kommt in einer fremden Stadt an einer Großbaustelle vorbei. Dort sieht er einen Arbeiter, der unter großen Mühen ächzend und schimpfend schwere Steine auf seinem Rücken schleppt. „Guter Mann, was machen Sie denn da?“ fragt der Reisende. Der Arbeiter schaut grimmig und antwortet: „Das sehen Sie doch: Steine schleppen!“ Unser Reisender ist nicht gerade begeistert über diese nichtssagende Antwort und wendet sich schon ab, um weiter seines Weges zu gehen. Da sieht er einen anderen Arbeiter, der ebenfalls Steine schleppt, aber dabei recht fröhlich aussieht. Ja, er pfeift sogar ein kleines Liedchen bei der schweren Arbeit. Nun fragt ihn der Fremde: „Hallo, mein Freund, was tun Sie denn da?“ Und die – fröhliche – Antwort lautet: „ Wir bauen einen Dom!“ Ziel vor Augen, Wir-Gefühl, positives Ziel ... das ist doch was! Eine schöne Geschichte, denken Sie ruhig ein wenig darüber nach. Und dann überlegen wir uns gemeinsam folgendes:

Nehmen wir an, Sie möchten Ihr Körpergewicht reduzieren. Sie sagen sich also: „Ich will abnehmen!“ Nun kennen wir das ja, viele wollen abnehmen, die meisten, die diesen Wunsch haben, nehmen eher zu. Was fehlt denn in dieser Formulierung, was macht die Umsetzung so schwierig? Nun, zunächst fehlt ein Maß. Wir müssen wissen, wie viel wir abnehmen wollen. „Ich will 20 kg abnehmen.“ Das kann ja wohl nicht gut gehen, das merken wir schnell. Die erste Erkenntnis lautet: Das Ziel muss messbar sein. Die zweite Erkenntnis: Das Ziel muss realistisch sein. Was fehlt noch? In welchem Zeitraum wollen wir das Ziel erreichen? Formulieren wir also neu: „Ich möchte 2 kg bis zum Ende des nächsten Monats abnehmen.“ Klappt immer noch nicht? Vielleicht ist das Wort „möchte“ zu wachsweich. Also, noch einmal: „Ich will 2 kg bis zum Ende des nächsten Monats abnehmen.“ Und wieder ist uns kein Erfolg beschieden! Woran liegt das? Vielleicht an der Formulierung? Was bedeutet „abnehmen“ für jemanden, der zuviel Körpergewicht mit sich herumschleppt? Richtig, erst einmal Verzicht: keine Schokolade, keine Maß Bier im Biergarten. Uff, trostlos, eben negativ. Wie können wir denn unser Ziel positiv formulieren? Vielleicht so: In meinem Kleiderschrank hängen zwei sehr schöne Anzüge – meine Lieblingsanzüge – in der Größe 52. Die möchte ich gern wieder tragen. Im Augenblick trage ich lieber (weil bequemer) Größe 54. Jetzt können wir also formulieren: „Ich will bis Ende des nächsten Monats wieder meine Anzüge Größe 52 tragen, ohne ständig den Bauch einziehen zu müssen. Dazu will ich 2 kg abnehmen!“ Und wenn wir jetzt noch das Wörtchen „will“ durch „werde“ ersetzen, dann haben wir wirklich gute Chancen, das Ziel zu erreichen.