Über uns

Die Geschichte der ERATH ORGANISATION GMBH

Frühe Anfänge

Oskar Erath hatte sich als 33jähriger nach dem Kriegsende in 1945 um den Aufbau einer eigenen Existenz zu kümmern.

Mit einer Vertretung für Kohlepapier am Niederrhein fing die Selbständigkeit an; Sortimentserweiterungen um Bleistifte, Radiergummis, Ordner und Zubehör folgten, bis er 1956 die Handelsvertretung der Fa. REGIS GMBH übernahm.

Mit dem Sortiment dieses Registratur-Herstellers verband sich die arbeitsintensive Aufgabe, Aktenpläne und Registratur-Ausrüstungspläne für Kommunal-, Kreis- und Kirchenverwaltungen zu erstellen, so dass die Registraturen betriebsfertig geliefert werden konnten; Ordner-Reihen also mit systematisch nach Aktenplan beklebten Ordnerrücken und mit bereits geordnet eingelegten Trennblättern und Heftern, genau dem jeweiligen Aktenplan der Verwaltung entsprechend.

Die Ehefrau Herta Erath unterstützte ihren Mann dabei durch viel Schreibarbeit und selbstverständlich auch beim Telefondienst. Eine weitere Hilfskraft wurde lediglich für die Belegsammlung und Buchhaltung beschäftigt.

In den 60er Jahren wurde dem erfolgreichen Handelsvertreter Oskar Erath die Untervertretung „linker Niederrhein“ für den Registratur-Hersteller HÖRSTERS BÜROORGANISATION GMBH zusätzlich angeboten. HÖRSTER hatte das international verbreitete WÄLLER-Lotrecht-System kreiert, das für die lotrechte Aufhängung der Akten patentiert war. Das REGIS-System für die „Sachakten“ nach Aktenzeichen, in Stehordnern mit 4-Loch-Schnellmechanik, und das WÄLLER-System für die „Fallakten“ nach Fall-Nummern oder -Namen, in Hängeheftern und -ordnern, die zudem in den WÄLLER-Karussellschränken platzsparend abgehängt werden konnten, ergänzten sich hervorragend.

Peter Erath, 1952 als Sohn von Oskar und Herta Erath in Krefeld geboren, hatte die ganze Thematik der Schriftgut-Verwaltung, Registratur-Systeme und Archiv-Einrichtungen sozusagen „mit der Muttermilch aufgesogen“.

Es entwickelte sich in ihm nach und nach die Neigung zu kaufmännischem Denken und Handeln, wobei die Branche von daheim quasi auch schon vorgegeben war. Doch er wollte zuerst studieren, naheliegend das Studium der Wirtschaftswissenschaften. Er begann sein Studium an der „Albert-Ludwigs-Universität Freiburg“ in den Haupt-Studiengängen Jura und Volkswirtschaftslehre.
Nach 1 Jahr genussvollen Freiburger Studentenlebens erfolgte aus Vernunftsgründen der Wechsel an die „Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn“, im Sinne der Konzentration auf den eigentlichen Studienzweck, hier nur noch auf die Volkswirtschaftslehre.
Nach Abschluss des Grundstudiums folgte nochmals ein Wechsel, und zwar an die mit der Bonner Uni kooperierenden „Universität zu Köln“, an der er das Hauptstudium der Betriebswirtschaftslehre, mit den Schwerpunkten Handelstheorie, Absatzlehre und wirtschaftliche Warenlehre, absolvierte.

Übernahme durch Peter Erath & Partnerschaften

Die Fügung wollte es, dass zum 1.1.1979 die Handelsvertretung Hessen für das REGIS-System frei wurde. Der Vater Oskar, damals noch ebenfalls aktiv und inzwischen auch Mitgesellschafter der REGIS GmbH, Bonn-Beuel, setzte sich sofort und erfolgreich in einer Gesellschafter-Versammlung für den Filius ein, der „nur noch“ sein Abschlussexamen im Frühjahr 1979 zu schaffen hatte. So hatte Peter Erath noch während der Schlussphase seines Studiums schon eine selbständige Existenz gründen können. Im Mai 1979 schloss er dann als Diplom Kaufmann ab (die Diplom-Arbeit hatte im Übrigen „Die gegenwärtige Situation und zukünftige Entwicklung der Handelsvertreter-Betriebe für Investitionsgüter“ zum Thema) und widmete sich nun gut ausgerüstet und besonders engagiert seinen Aufgaben als Handelsvertreter. Dazu verzog er nach Alsfeld in Oberhessen, einem für Hessen relativ günstigen Verkehrs-Knotenpunkt und seiner Vorliebe entsprechend ländlich geprägt, und gründete dort die ERATH KG.

Die Handelsvertretung für das WÄLLER-System kam wenige Jahre später hinzu, zuerst für Mittelhessen, dann für Nordhessen und wieder ein paar Jahre später für Südhessen. Alles passte und wuchs; das Sortiment wurde erweitert um Archiv-Regalanlagen und um weitere Ergänzungsprodukte, u.a. um die Ablagesysteme von DANZER und von TOBRO.
Die Umgründung des Unternehmens in ERATH ORGANISATION GMBH und eine Betriebsaufspaltung erschienen sinnvoll. Die ERATH ORGANISATION führte die eigentlichen Geschäfte Beratung, Handel, Handelsvermittlung und ergänzende Dienstleistungen fort und wurde gleichzeitig Vollhafter in der neuen ERATH GmbH & Co KG, die in 1990 im Industriegebiet Ost von Alsfeld ein eigenes Firmengebäude auf der Ernst-Diegel-Str. 5 errichtet hat. Haupt-Mieter ist die ERATH ORGANISATION GMBH. Von dort aus wird von ihr ganz Hessen mit mehreren Außen- und Innendienst-Mitarbeitern betreut. Die größte Klientel sind die hessischen Kommunalverwaltungen.

Digitialisierung & REGISAFE

Die Digitalisierung des Schriftgutes hatte von Anfang an im Interesse des Firmenchefs gelegen, aber es galt, im Sinne der bestehenden Handelsvertretungs- und Vertriebsverträge die klassisch analoge Schriftgutverwaltung und deren Instrumente nicht zu vernachlässigen. Außerdem sollten sich die im Markt aufgetauchten DMS-Lösungen erst einmal bewähren! Im Jahr 2000 fügte es sich dann, dass die Fa. Hans Held Stuttgart, der Initiator und Hersteller der bis dahin schon etablierten DMS-Lösung für Kommunal- und Kreis- und Kirchenverwaltungen, bekannt unter dem Namen REGISAFE, und die ERATH ORGANISATION als Partner zusammenfanden. Die ERATH ORGANISATION übernahm zunächst in Mittelhessen und Südhessen die REGISAFE-Vertretung und baute diese erfolgreich aus. In 2017 wurde der ERATH ORGANISATION auch das Gebiet Südhessen anvertraut.

Die ERATH ORGANISATION setzt sich ideologisch, vertriebsstrategisch und in der Kundenbetreuung besonders für die konsequente Verbreitung von REGISAFE ein. Denn REGISAFE bietet den Verwaltungen neben den systematischen Ordnungs-, Ablage und Archivierungsmechanismen in Alleinstellung wesentliche Funktionalitäten. Durch diese wird REGISAFE zu einer vollständigen Arbeitsoberfläche, aus der heraus die Arbeitsprozesse der Kommunalverwaltung mit erheblichem Zeit-, Raum- und Sicherheitsgewinn gestaltet werden können. Bürgernähe und Mitarbeiterfreundlichkeit werden optimiert, die gesamte Bürokommunikation und Sitzungsorganisation werden in die Schriftgutverwaltung integriert, woraus sich echtes und nachhaltiges Verwaltungs- und Wissensmanagement ergibt, so dass auch bei personeller Vertretung oder beim Mitarbeiterwechsel nichts an Know How verloren geht und nahtlos weitergearbeitet werden kann.

Die weiteren Ziele der ERATH ORGANISATION sind die aktive Unterstützung des Digitalisierungsprozesses in der öffentlichen Verwaltung, dabei aber gleichzeitig die systematische Führung, Ordnung und Ablage der gesetzlich oder freiwillig aufbewahrten „Originale“ zu optimieren. Die Aufbewahrung von Urkunden und sensiblen Papier-Dokumenten und die konservatorisch richtige Archivierung allen Schriftgutes mit archivwürdigem Charakter sind und bleiben Daueraufgaben. Dazu braucht es nach wie vor die passenden „Behältnisse“ und „Hilfsmittel“. Parallel aber gilt es, auch alle archivierungsverpflichteten und -würdigen Dateien, im jeweiligen Originalformat, dem Gesetz genügend und/oder der Nachwelt erhaltend, zu bewahren und geordnet, jederzeit auffindbar, für alle berechtigten Nutzer, verfügbar zu machen. Die Übergabe von der digitalen und aktiven Schriftgutverwaltung in die Altablage und von dort in die dauerhafte Archivierung muss ein ganzheitliches DMS unterstützen und leisten. Auch hierbei ist REGISAFE das optimale Instrument.

Ausblick

Die Firmengeschichte der ERATH ORGANISATION GMBH im Verbund mit der ERATH GmbH & Co KG findet zum Jahresbeginn 2019 ihr 40jähriges Jubiläum. Und auch die Nachfolge ist für Peter Erath schon geregelt. Reinhold Merle, seit 17 Jahren im Unternehmen und großer REGISAFE-Fan übernimmt sukzessive. Peter Erath selbst wird, solange es die geistigen und körperlichen Kräfte erlauben, beratend zur Verfügung stehen. Das in 4 Jahrzehnten aufgebaute Know How soll auch den Kunden der ERATH ORGANISATION so lange wie möglich zur Verfügung stehen, insbesondere in der DMS-Einführungsphase, in der es um die Situations- und Bedarfsanalyse, um die Festlegung der DMS-Funktionalitäten, um die passende Auswahl und um die richtige Projektierung geht.